KV Bitburg-Prüm

Vorsitzender:

Klaus Juchmes
Pintersfelder Straße 1
54649 Waxweiler

 

Tel.: 06554-620

 

Geschäftsführer:

 

Bernhard Kreutz

Kreisverwaltung Bitburg-Prüm

Trierer Straße 1

54634 Bitburg


Mail
Tel.: 06561-153 030 (d.)

Fax : 06561-151 008 (d.)

Nachrichten aus dem Kreisverband Bitburg-Prüm

Friedensprozess begleiten

 

Verdun begeht in diesem Jahr den 100. Gedenktag an die Schlacht im 1. Weltkrieg. Hier zeigte sich damals die "Welt als Schlachthaus", wie es Jakob Augstein einmal formulierte. In Folgezeiten setzte sich hieraus das Streben nach einem friedliches Zusammenleben der europäischen Nationen immer stärker durch. Und seither ist auch Friedenspolitik immer mehr von der Überlegung geprägt, dass Frieden nicht nur einfach da ist, sondern immer wieder aktiv an dem Friedensgedanken und dem Friedenschaffen gearbeitet werden muss.

Das haben 1984 die beiden Nachbarvölker in persona von Staatspräsident Francois Mitterand und Bundeskanzler Helmut Kohl über den Gräbern von Verdun eindrucksvoll in historischer Geste unterstrichen, als sie sich die Hand reichten. Aktuell werden uns tagtäglich leider immer wieder gegenteilige Beispiele und Bilder vor Augen geführt.

Der Kreisverband hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den aktiven Friedensprozess zu begleiten. Vor diesem Hintergrund hatte sie unter dem Motto "Frieden aktiv gestalten" eine Tagesfahrt nach Verdun organisiert, die auf reges Interesse gestoßen ist. Auf dem Programm standen der Besuch der französischen Grabfelder, des deutschen Soldatenfriedhofs, des Schlachtfelds, des Gebeinhauses, des neuen Memorial Museums, von Fort Douaumont und der Stadt Verdun.

 

 

Die Mitglieder der Europa-Union Bitburg-Prüm vor dem Kriegerehrenmal in Verdun mit den fachkundigen Reisebegleitern Diego Voigt (VDK Geschäftsführer RLP) und Walter Ewertz (Arzfeld)

(KV BIT)


Nullzinspolitik im Kreuzfeuer der Kritik

 

Der Kreisverband reihte sich in das Programm des Europäischen Berufsbildungswerkes in Bitburg im Rahmen der Europawoche mit der aktuellen Thematik "Nullzinspolitik der EZB im Focus der Öffentlichkeit" ein. Mit einem Impulsvortrag von Frank Gierden, Abteilungsleiter der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, stellte der Referent insb. die Auswirkungen der EZB Beschlüsse für alle Betroffenen dar. Eindrucksvoll wurde die Historie des Stabilitäts- und Wachsttumspaktes, die dann später abgeleiteten Maßnahmen der EZB, die Wirksamkeit der 'Medikamente' und der aus alledem sich ergebende Ausblick dargestellt. War noch im Maastricht Vertrag bei Gründung der Europäischen Union die Rede davon, dass das Haushaltsdefizit jeweils aller Staaten weniger als 3% des Bruttoinlandproduktes (BIP) und die Staatsverschuldung wenider als 60% des BIP sein müssen, so war spätestens zum Höhepunkt der Staatsschuldenkrise 2012 klar, als der Präsident der EZB Dragi die Order vorgab:"We will do whatever it takes to save the EURO...., and believe me it will be enough!", wo die Reise hingeht. So sind denn auch seither viele 'Medikamente' durch die EZB in Gang gesetzt worden, die allesamt bisher versagt haben. Vergleiche zu anderen außereuropäischen Industriestaaten hätten genügt, um nicht falsche Wege einzuschlagen. Selbst der Einsatz von "Helikoptergeld" - bisher auch an Beispielen belegt, dass zum Scheitern verurteilt- wird im Hohen Hause der EZB zurzeit ernsthaft geprüft.

 

In der sich anschließenden sehr regen Diskussion zeigten sich die Zuhörer vom Vortrag sehr begeistert; zum anderen aber zeigten sich die Beiträge aus dem Publikum vom 'Medikamenteneinsatz' der EZB mehr als enttäuscht, da die ursprünglichen Stabilitätskriterien ausgehebelt werden und somit finanzpolitisch für Private, Unternehmen wie Staatshaushalte die Ziele völlig verfehlt werden. Nur ein Beispiel:" Wie soll jemand verstehen können, wenn unter der aktuellen Situation eine Kapitalverdopplung erst in frühesten 233 Jahren gegeben ist?" 

Den Abschluss bildeten noch viele kleine Gesprächsrunden im Konferenzraum des  gastfreundlichen Europäischen Berufsbildungswerkes.

 

Bild: v.l.n.r.: I. Bermes (Vorstand der KSK Bitburg-Prüm), G. Weydt (Leiter des Euro-BBE), K. Juchmes (Kreisvorsituender), Referent F. Gierden von der KSK Bitburg-Prüm

 

(KV BIT)


Mit Dr. Werner Langen MdEP im Dialog

 

 

Der Kreisverband Bitburg hatte zur Jahreshauptversammlung nach Bitburg ins Hotel Eifelbräu eingeladen. Neben den üblichen Regularien konnte Kreisvorsitzender Klaus Juchmes besonders auf die vielfältigen Europabegegnungen des Kreisverbandes in Brüssel, Straßburg, Maastricht, Berlin, Bonn und Luxemburg hinweisen. Im Herbst 2015 steht eine weitere Studienreise zur Europastadt Aachen auf dem Programm.

 

Nach  Ergänzungswahlen des Vorstandes setzt sich dieser nun wie folgt zusammen:

Vorsitzender: Klaus Juchmes (Waxweiler)

Stellvertreter :  Michael Helbach (Irrel), Rainer Hoffmann (Arzfeld), Helmut Schilz (Sülm)

Schatzmeister: Ingolf Bermes (Bitburg)

Geschäftsführer: Bernhard Kreutz (Bettingen)

Beisitzer: Hans-Michael Bröhl (Echternacherbrück), Harald Elsen (Irrel), Guido Johanns (Bollendorf), Oswald Keschtges (Krautscheid), Heike Linden (Klausen), Willi Neuhaus (Wißmannsdorf)

 

Im öffentlichen Teil der Versammlung referierte der Europaabgeordnete Dr. Werner Langen über die Arbeiten des Europäischen Parlaments. Insbesondere aber ging der langjährig erfahrene Politiker aktuell auf die Themen TTIP und Schuldenkrise ein. Diese beiden Entwicklungen wurden für die Teilnehmer sehr verständlich dargelegtund man erfuhr aus erster Hand den aktuellen Sachstand.

In der anschließend regen Diskussion war man der Meinung, dass oftmals in der Öffentlichkeit die Detailkenntnisse fehlten und somit die Sachverhalte für die Bürger problematisch erscheinen. Ein herzlicher Dank galt deshalb dem Referenten Dr. Werner Langen für seine klaren Aussagen, die einen deutlichen Beitrag dazu leisten konnten, dass das Zusammenwachsen Europas ohne Alternative ist.

Im Schlusswort betonte der Stadtbürgermeister Joachim Kandels, dass Bitburg seit jeher europäische Spuren und Bedeutung habe und bedankte sich beim Kreisverband Bitburg-Prüm der Europa-Union für die Veranstaltung, die hiermit Europa wieder etwas näher zu den Bürgern gebracht hätte.

(B. Kreutz)


 

Familienwanderung

 

Die diesjährige Familieinwanderung des Kreisverbandes führte nach Daleiden und anschließend ins Irsental. Im Hause Islek wurde die Gruppe vom Ortsbürgermeister Walter Reichert begrüßt und konnte die geschichtlichen wie auch touristischen Aspekte der ehemaligen Grenzregion hautnah erfahren. War in früheren Zeiten Grenznähe noch relativ negativ belastet, so erkennt man heute sehr wohl die Grenznähe als sehr fortschrittlich und prosperierend. "Für die Europa-Union ist es besonders wichtig, diese Erkenntnisse positiv in die Öffentlichkeit zu bringen, da oftmals der europäische Gedanke negativiert wird", so Kreisvorsitzender Klaus Juchmes.

 

Teilnehmer vor der Info-Tafel der Wanderroute "Eifel-Gold" im Irsental. Foto: Ch. Barth 

 

(KV BIT)


 

Europa hautnah erleben

 

Ganz im Zeichen "Europa hautnah erleben" stand die 2-tägige Reise des

Kreisverbandes im Rahmen der Europawoche nach Bonn.

Auf dem Programm standen Besuche des Konrad-Adenauer-Hauses in Rhöndorf, das Alte Rathaus wie auch das Beethovenhaus in Bonn. Eine Stadtbesichtigung in der Europastadt Bonn  mit dem abschließenden Besuch vom Haus der Geschichte beeindruckte die Besuchergrüppe ebenso.

 

Unser Bild zeigt die Reisegruppe  mit dem Kreisvorsitzenden Klaus Juchmes und dem Europabeauftragten der Stadt Bonn Stefan Wagner (vorne rechts) vor dem Alten Rathaus am Marktplatz der Stadt Bonn.

(KV BIT)